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Erbrecht: Erbschein beantragen

Wenn ein Erblasser stirbt, können seine Erben einen Erbschein beantragen. Dieser ist ein amtliches Zeugnis in Form einer öffentlichen Urkunde. Ein Erbschein soll für Rechtssicherheit im Rechtsverkehr sorgen, da er festlegt, wer Erbe ist. So können Dritte auf den öffentlichen Glauben des Erbscheins vertrauen.

1. Wo beantragt man einen Erbschein?

Den Antrag auf Erteilung eines Erbscheins kann man beim zuständigen Nachlassgericht (Amtsgericht) stellen. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem letzten Wohnsitz des Erblassers. Falls der letzte Wohnsitz des Erblassers im Ausland lag oder er keinen Wohnsitz angemeldet hatte, ist das Amtsgericht Berlin-Schöneberg zuständig. Der Erbschein wird von Nachlassgericht erteilt, wenn es die erforderlichen Tatsachen für gegeben hält.

2. Wer kann einen Erbschein beantragen?

Sämtliche Erben, Testamentsvollstrecker, Nachlassinsolvenzverwalter, Nachlassverwalter oder auch Gläubiger, die für die Zwangsvollstreckung gegen den Erben einen Erbschein benötigen, können einen Erbscheinsantrag beim Nachlassgericht stellen.

3. Welche Erbscheinarten gibt es?

Es gibt einen Alleinerbschein, wenn es nur einen einzigen Erben gibt. Bei mehreren Erben wird ein gemeinschaftlicher Erbschein erstellt. Zudem gibt es noch Gruppenerbscheine, Teilerbscheine, gemeinschaftliche Teilerbscheine oder beschränkte Erbscheine.

4. Was benötigt man, um einen Erbschein zu beantragen?

Für jede Antragsstellung wird der Personalausweis des Antragsstellers, die Sterbeurkunde des Erblassers, eine eidesstattliche Versicherung, dass keine Prozesse über das Erbrecht anhängig sind und eine eidesstattliche Erklärung, dass alle im Antrag abgegebenen Angaben richtig sind, benötigt.

Falls gesetzliche Erbfolge mangels Testament oder Erbvertrag vorliegt, benötigt das Nachlassgericht zusätzlich das Familienstammbuch und sämtliche Geburts-/ Heirats-/Scheidungs- und Sterbeurkunden, sowie eine eidesstattliche Versicherung, dass keine Verfügung von Todes wegen bekannt ist. Eventuell benötigt das Nachlassgericht noch eine eidesstattliche Versicherung über den Güterstand des Erblassers.

Falls ein Testament oder ein Erbvertrag vorliegen, müssen sämtliche Testamente und Erbverträge des Erblassers -auch Entwürfe oder ungültige Testamente-  beim Nachlassgericht eingereicht werden. Zudem bedarf es einer eidesstattlichen Versicherung, dass keine weiteren Verfügungen von Todes wegen bekannt sind.

 

 
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