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Testamentsanfechtung

Häufig besteht zwischen den Erben nach dem Erbfall Uneinigkeit darüber, ob das Testament gültig ist. Wenn dies angezweifelt wird, besteht die Möglichkeit der Testamentsanfechtung.

Was kann man tun, um nicht leer auszugehen?

Wenn jemand im Testament nicht bedacht wurde, er aber grundsätzlich gesetzlicher Erbe des Erblassers gewesen wäre, können Pflichtteilsansprüche bestehen. Diese können zunächst einmal gegenüber den Erben geltend gemacht werden. Wenn dies nicht erfolgreich ist, kann der Pflichtteilsanspruch eingeklagt werden.

Neben der Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs kann das Testament des Erblassers unter bestimmten Voraussetzungen angefochten werden, beispielsweise bei einem Irrtum des Erblassers oder wenn er bedroht wurde, dieses Testament zu errichten.

Zu überprüfen ist auch, ob das Testament überhaupt wirksam ist. Eine Unwirksamkeit kommt zum Beispiel bei mangelnder Form in Betracht.

Wer kann ein Testament anfechten?

Anfechtungsberechtigt ist nur der, dem die Anfechtung unmittelbar zu Gute kommen würde.

Wie kann ein Testamente angefochten werden?

Die Testamentsanfechtung ist gegenüber dem Nachlassgericht auszusprechen und gut zu begründen. Sie sollte möglichst in Verbindung mit einem Erbscheinsantrag erfolgen.

Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Testamentsanfechtung.

Wann kann das Testament angefochten werden?

Ein Testament kann erst nach dem Tod des Erblassers angefochten werden. Zuvor können sich die Erben nicht gegen die Verfügung des Erblassers wehren. Es kommt lediglich eine durch den Erblasser veranlasste Änderung des Testaments in Betracht.

Die Frist für die Anfechtung beträgt ein Jahr und beginnt ab Kenntnis des anfechtungsberechtigenden Umstandes. Sie endet spätestens 30 Jahre nach dem Erbfall.

Aus welchen Gründen kann angefochten werden?

Die Gründe für die Anfechtung sind in §§ 2078, 2079, 2340 BGB geregelt. Angefochten werden kann bei einem Irrtum oder einer Bedrohung des Erblassers sowie bei der Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten oder der Erbunwürdigkeit eines der Erben.

Der häufigste Fall ist der Irrtum des Erblassers. Dieser Grund kommt beispielsweise bei einem Verschreiben in Betracht. Eine Anfechtung wegen Irrtums des Erblassers kann auch erklärt werden, wenn der Erblasser von Umständen das Erbe betreffend ausgegangen ist, die so nicht vorlagen, oder nicht eingetreten sind und bei dessen Kenntnis er womöglich anders testiert hätte.

Der Fall der anfechtungsberechtigenden Drohung ist zu unterscheiden von der Beeinflussung des Erblassers durch Bitten. Eine Drohung kommt beispielsweise bei Inaussichtstellen von Gewalt oder auch der Erstattung einer Strafanzeige in Betracht.

Eine Anfechtung kann auch wegen Motivirrtums ausgesprochen werden, wenn Gründe die Annahme rechtfertigen, dass der Erblasser zum Zeitpunkt des Todes nicht mehr das wollte, was er zuvor testiert hatte.

Folgen der Testamentsanfechtung

Je nach Einzelfall werden nach der erfolgreichen Anfechtung einzelne Klauseln aus dem Testament gestrichen, oder das gesamte Testament für unwirksam erklärt. Wenn das Testament im Ganzen betroffen ist, greift entweder die gesetzliche Erbfolge, oder es kann auf ein früher erstelltes Testament zurückgegriffen werden.

Gerne beraten wir Sie bezüglich einer Testamentsanfechtung. Kontaktieren Sie uns unverbindlich per Telefon, E-Mail oder mit unserem Kontaktformular.

Rechtsanwalt Reiner Brockerhoff bei der Arbeit

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